Noch nie war Fahren so teuer: Mittlerweile müssen Autofahrer fürs Benzin bis zu 1,60 Euro pro Liter tief in die Tasche greifen. Einer der Gründe der steigenden Preise ist der aktuelle Streit um das iranische Atomprogramm. Während der Iran mit Hinweis auf sein völkerrechtlich garantiertes Atomrecht die zivile Natur seines Atomprogrammes betont, werfen ihm einige Staaten des Westens unter Federführung Israels, das selbst Atomwaffen besitzt, vor, unter einem zivilen Denkmantel an nuklearen Waffen zu arbeiten. Um das iranische Atomprogramm finanziell trockenzulegen, gilt seit Juli dieses Jahres ein Embargo für Erdöllieferung aus dem Iran in die Europäische Union. Dieses Embargo trifft aber auch den deutschen Autofahrer, der fürs Benzin deutlich mehr zahlen muss.

Benzin sparen, statt zu verzichten

Tanksäule

Tanksäule (Rainer Sturm – pixelio.de)

Autofahrer haben keine große Alternative zum Benzin, sodass sie die hohen Preise wohl oder übel akzeptieren müssen.

Die einzige Möglichkeit, den finanziellen Belastungen zu trotzen, ohne auf das eigene Auto zu verzichten, ist Kraftstoff sparendes Fahren. Der Kraftstoffverbrauch liegt beim hochtourigen Fahren am höchsten. Deshalb empfehlen Autoexperten, möglichst früh hochzuschalten.

Gerade bei moderneren Aggregaten kann bereits bei 2.000 Motorumdrehungen pro Minute in den nächsten Gang geschaltet werden, ohne stärkere Verschleißerscheinungen befürchten zu müssen. Etwas eigenwillig, dafür umso effektiver ist das Überspringen von Gängen, um den Spritverbrauch um bis zu einem Drittel zu senken. Dabei fährt man im ersten Gang bis zu 3.000 Umdrehungen hoch und schaltet anschließend nicht in den zweiten, sondern in den dritten Gang.

Demselben Schema folgt man auch bei den nächsten Gängen. Wer Benzin sparen möchte, ohne seine Fahrweise grundlegend zu ändern, kann versuchen, sein Fahrzeug von überflüssigem Ballast zu befreien. Denn je mehr Gewicht der Motor bewegen muss, umso mehr Sprit verbraucht es auch. Auch der optimale Luftdruck der Reifen hilft dabei, Sprit zu sparen, da der geringere Abrolleffekt weniger Energieabrieb bedeutet.

Die Alternative zum Benzin sparen

Benzin sparen

Benzin sparen (Thorben Wengert – pixelio.de)

Auch wenn Autofahrer die Preise großer Mineralölkonzerne nicht beeinflussen können, so können sie zumindest versuchen, zu einem Zeitpunkt Sprit nachzutanken, wenn er am günstigsten ist. Grundsätzlich gilt, dass vor Ferienzeiten, wenn viele Familien in den Urlaub verreisen, die Kraftstoffpreise steigen. Aber nicht nur zu bestimmten Tagen, sondern auch zu bestimmten Uhrzeiten variieren die Treibstoffpreise.

Während morgens, also kurz bevor die Mehrheit der Menschen zur Arbeit fährt, die Preise regelmäßig angehoben werden, sinken sie abends fast um dasselbe Niveau. Auch lässt sich die Beobachtung machen, dass freie Tankstellen, also solche, die nicht zu den großen Mineralölkonzernen gehören, Benzin für gewöhnlich günstiger anbieten.

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