An einem automatischen Getriebe scheiden sich die Geister. Die einen schwören darauf, die anderen belächeln es als unsportlich oder das Fahrerlebnis beeinflussend.
Wer den (Vor-)Urteilen nicht trauen möchte, kann sich selbst überzeugen, zum Beispiel mit einem Mietwagen von Sixt (wir bieten die Möglichkeit, bei der Reservierung einen Automatikwunsch zu äußern): Automatik fahren macht Spaß. Das Fahrerlebnis ist tatsächlich ein anderes als mit einer Gangschaltung, aber deshalb keinesfalls schlechter.

Automatik

© Michael Rogner – Fotolia.com

Die Bedienung einer Automatik

Das erste, woran man sich gewöhnen muss, wenn man in einem Mietwagen mit Automatik unterwegs ist, ist das „fehlende“ Pedal. Wo bei einem Schaltwagen das Kupplungspedal ist, finden Sie bei einem Automatikgetriebe höchstens eine Fußstütze. Dementsprechend hat der linke Fuß nichts zu tun, Bremse und Gas werden nur mit dem rechten bedient. Der nächste Unterschied zur gewohnten Bedienung des Autos ist der Schalthebel.

Hier stehen hier keine Zahlen, sondern Buchstaben:

P – Parken: In dieser Position wird das Fahrzeug abgestellt. Beim Starten muss die Bremse betätigt werden

D – Drive: Die Fahreinstellung. Hier fährt das Fahrzeug vorwärts. Im Stand muss die Bremse betätigt sein, sobald diese losgelassen wird, rollt das Auto auch ohne Gas zu geben los! Das Auto kann nicht absterben, auch daran muss man sich anfangs gewöhnen.

R – Rückwärtsgang: Hier gilt die selbe Regel wie bei D – Bremse halten.

N – Neutral: Der Leerlauf. Schont den Wagen bei längeren Standzeiten mit drehendem Motor.

Eine Automatik zu fahren ist also gar nicht schwer. Im Normalfall starten, D einlegen, losrollen.

Viele neue Mietwagen mit Automatikgetriebe haben einen Schalter, mit dem man einstellen kann, wie das Getriebe arbeitet. „Sportlich“ zum Beispiel lässt den Wagen später hochschalten, man fährt also mit hohen Drehzahl, wohingegen „Eco“, also „wirtschaftlich“ genau das Gegenteil bewirkt: Es wird möglichst spritsparend geschaltet.
Ein wichtiges Werkzeug des Automatikfahrers ist der sogenannte „Kickdown“: Hier wird das Gaspedal durchgetreten, der Wagen schaltet automatisch herunter, um eine bessere Beschleunigung zu erzielen. Das ist unerlässlich für Überholvorgänge oder auch beim Auffahren auf die Autobahn.

Die Vorteile einer Automatik

Die Gangschaltungspuristen können noch so die Nase rümpfen, ein Automatikgetriebe hat viele Vorteile: Der erste und objektivste ist die Sicherheit. Besonders Menschen, die nicht oft mit dem Auto unterwegs sind, werden schnell zu schätzen wissen, dass sie sich nicht so sehr auf die Bedienung des Wagens, sondern ganz auf ihre Umgebung und den Verkehr konzentrieren können. Insbesondere in der Stadt, bei hohem Verkehrsaufkommen, kann das auch für Schaltveteranen eine Wohltat sein.
Überhaupt ist das Fahrgefühl bei einer Automatik ein völlig anderes. Der Fokus liegt viel mehr auf der Umgebung, die Handhabung des Fahrzeugs ist so intuitiv wie es mit einer Gangschaltung gar nicht möglich ist. Der amerikanische Begriff für dieses Fahrgefühl, „cruisen“, trifft es eigentlich recht gut: Man gleitet über die Straße, mit einem offenen Auge für die Umgebung und kann auch brenzlige Situationen viel entspannter angehen. Alles in allem ist der Fahrkomfort erheblich gesteigert. Übrigens: Ein Automatik-Fahrzeug rollt beim Anfahren am Berg auch nicht zurück.

Viele Vorbehalte gegen Automatikgetriebe stammen noch aus einer Zeit, in der diese noch mehr Sprit verbrauchten als Schaltgetriebe und schwammig und ineffizient arbeiteten. Diese Zeit ist lange vorbei, die Schaltung wird immer intelligenter und differenzierter. Mercedes verbaut in seinen Fahrzeugen mittlerweile sogar 9-Gang-Getriebe, die eine hocheffiziente Schaltung bieten, die mit einer Gangschaltung so viel zu umständlich wäre.

Wer sich schon immer gefragt hat, wie es denn ist, nicht ständig kuppeln zu müssen sollte auf jeden Fall einen Versuch wagen, sich zum Beispiel eine E-Klasse von Mercedes Benz leihen und losstarten.

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