Umzüge haben für Menschen, die selten mit dem Thema konfrontiert werden, oftmals etwas Bedrohliches. Sie fühlen sich außerstande abzuschätzen, was auf sie zukommt, und wissen häufig nicht, wo und vor allem womit sie anfangen sollen und was für eine Art von Transporter sie benötigen. Mit etwas Organisation lässt sich ein Umzug effektiv gestalten und artet nicht in Stress aus.

Ausräumen und Entsorgen – ein lohnenswerter Aufwand

Bereits während sich ein Umzug in der Planungsphase befindet, macht es Sinn, mit dem Ausräumen zu beginnen. Es ist eine gute Gelegenheit, all die Dinge zu entsorgen, die schon lange auf der Liste stehen. Die Schlittschuhe und die Kinderski, die seit Jahren für den Nachwuchs zu klein sind, müssen nicht mit ins neue Domizil, genauso wenig wie der niemals benutze Einkocher oder die Sammlung von Restholz. Die Faustregel sagt, Gegenstände, die mehr als drei Jahre nicht benutzt wurden, werden auch danach nicht mehr benötigt. Wer rechtzeitig mit dem Ausrangieren anfängt, hat Zeit die überflüssigen Gegenstände zu verkaufen, ein kleiner Bonus für die Arbeit. Zu den Illusionen zählt, dass das Ausmisten während des Packens funktioniert. Irgendwann kommt der Punkt, an dem alles in den Kartons landet, mit dem Gedanken, beim Ausräumen auszusortieren – was in der Regel dann auch nicht funktioniert.

Die Liste: Hilfsmittel und Gedächtnisstütze

Umzug

Umzug (Quelle: © ExQuisine – Fotolia.com)

Es hat sich als gute Hilfe erwiesen, ein Verzeichnis der für den Umzug relevanten Tätigkeiten bereits in der Planungsphase anzulegen und permanent weiterzuführen. Den wohl wichtigsten Punkt stellt die termingerechte Kündigung der alten Wohnung dar. Auch die Ummeldung respektive Abmeldung von Telefon, Kfz und Energieträger zählt zu den primären Aufgaben. Nach Fixierung des Umzugstermins können die unterschiedlichen Benachrichtigungen zum Teil bereits erfolgen. Die Organisation der nötigen Transportmittel gehört ebenfalls in diese Phase. Speditionen brauchen einen gewissen Vorlauf für die Disposition, Transporter liegen in der Regel günstiger, wenn sie langfristig geordert werden. Eine frühzeitige Anfrage bietet in den meisten Fällen bessere Konditionen beim Transporterverleih. Kinder und Haustiere sind zwar liebenswerte Hausgenossen, doch im Rahmen eines Umzugs eher ein Hindernis. Für sie besteht die Notwendigkeit einer Unterbringung für den/die Umzugstage.

Packen, sortieren, Größe des Transporters abschätzen, nicht einfach, aber machbar

Wer keine Erfahrung mit Umzügen besitzt, tut sich schwer das Volumen abzuschätzen. Ein relativ einfaches Mittel ist es, die Möbel, die nicht zerlegbar sind, auszumessen und deren Maße zu addieren. Kartons können teilweise schon lange vor dem eigentlichen Umzug vorgepackt werden, denn im Winter müssen die Sommersachen nicht bis zum letzten Tag in den Schränken lagern und umgekehrt. Bücher, ein Großteil der Gläser und des Porzellans, Zierrat und der Gleichen sind meistens ebenfalls im Vorfeld zu entbehren. Werkzeug gehört zum „Handgepäck“ und muss greifbar bleiben. Mithilfe der gepackten Kisten sowie den Maßen der Möbel stellt das Umzugsvolumen keine unkalkulierbare Größe mehr dar. Befindet sich das neue Domizil in der Nähe, kommt es beim Transporter auf einen Meter mehr oder weniger nicht unbedingt an. Handelt es sich jedoch um einen Fernumzug, ist es besser eher einen zu großen als einen zu kleinen Wagen zu ordern. Wird der Umzug durch eine Spedition ausgeführt, liegt es in deren Verantwortung, die richtige Transportergröße abzuschätzen. Allerdings müssen die Angaben für das zu befördernde Gut exakt sein, denn wenn während des Umzugs ein nicht avisiertes Teil auftaucht, sind die Mitarbeiter nicht verpflichtet, dieses mitzunehmen.

Das neue Zuhause – streichen, putzen, möblieren

Selbst bei Neubauten fallen meistens einige kleinere Arbeiten an, in älterem Wohnraum ist in vielen Fällen eine Renovierung unvermeidbar. Diese Arbeiten sollten vor dem Umzug stattfinden, denn wurde das Umzugsgut bereits in die Wohnung geliefert, sind Renovierungsarbeiten in der Regel sehr schwierig auszuführen. Besteht keine Möglichkeit für diese Arbeiten im Vorfeld, zum Beispiel aufgrund der Entfernung, bleibt nur eines übrig: Improvisieren!

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